Geography ist für die Schüler das erste Sachfach, das auf Englisch unterrichtet wird. Die Schüler und Schülerinnen besitzen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht nur verstärkte Kenntnisse der englischen Sprache durch den verstärkten Englischunterricht in den Klassen 5 und 6, sondern haben sich im Englischunterricht der 6. Klasse auch schon mit Geografie beschäftigt. Mithilfe des Buchs First Steps to Geography (Landesinstitut für Erziehung und Unterricht, Stuttgart 1996) werden Themen wie Directions, Distances on Maps, Land forms and Bodies of Water, The Weather, Farming on the British Isles etc. erarbeitet.
Trotz der systematischen Vorbereitung ist der wirkliche Erdkundeunterricht auf Englisch am Beginn der 7. Klasse eine Herausforderung für die meisten Schüler. Die Schüler müssen – vor allem am Beginn einer Unterrichtseinheit – mit einer Vielzahl neuer Vokabeln umgehen, von denen etwa 50% zudem fachspezifische Begrifflichkeiten sind. Um dem Entwicklungsstand der Schüler gerecht zu werden, wird daher zu diesem Zeitpunkt sehr intensiv mit visuellem Material (Bildern, Postern, Filmen, aber auch von Schülern angefertigten Zeichnungen) gearbeitet. Außerdem findet eine regelmäßige Wiederholung des Vokabulars statt. Da dem bilingualen Sachfachunterricht im Gegensatz zum Unterricht auf Deutsch eine zusätzliche Stunde zur Verfügung steht, ist diese behutsamere Vorgehensweise möglich.
Der bilinguale Sachfachunterricht behandelt alle im Lehrplan Erdkunde vorgegebenen Themen. In Klasse 7 sind das The Rainforest, Deserts and Savannas, Polar Regions und Climate and Vegetation Zones. Dabei wird neben einem englischsprachigen Atlas und einer Reihe von Filmen, die z.T. auch in den Medienzentren Baden-Württembergs erhältlich sind, auch auf die Bücher Bilingual Geography (Klett-Verlag 1996) und Around the World – Volume One (Cornelsen-Verlag 1993) zurückgegriffen. In Klasse 8 stehen schließlich die Themen Japan, India, China, The United States und Russia and the Commonwealth Countries an. Neben Atlas und Filmen steht den Schülern dabei das Buch Into the Pacific World (Michael Haigh, 1989) und eine Vielzahl von selbst erstellten Materialien zur Verfügung.
Die Unterrichtssprache im bilingualen Unterricht ist Englisch. Deutsch wird selbst im Zusammenhang mit der Erarbeitung von neuem Vokabular nur gelegentlich eingesetzt. Die Schüler schreiben im Verlaufe eines Schuljahres ca. 6-8 Vokabeltests. Die Klassenarbeiten sind selbstverständlich allesamt auf Englisch. Bei der Bewertung werden dabei Sprachfehler auch markiert, fließen aber in die Bewertung nicht ein solange der sachliche Zusammenhang der Schülerantwort nicht beeinträchtigt wird. Eine Verbesserung der Klassenarbeiten wird ebenfalls verlangt.
Erfahrungsgemäß nehmen die Schüler, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, sehr gern am bilingualen Erdkundeunterricht teil. Eine erhebliche Anzahl der Schüler gibt zudem zu verstehen, dass die Verwendung der englischen Sprache ein zusätzlicher Motivationsschub für sie ist. Eine zusätzliche Unterrichtsstunde und Vokabeltests stellen für die Schüler kein Problem dar. Austritte aus dem bilingualen Erdkundeunterricht sind daher so gut wie keine zu verzeichnen. Die englische Sprachfähigkeit der Schüler jedoch ist spürbar höher als bei vergleichbaren Schülern ohne bilingualen Sachfachunterricht.
Auszüge aus verschiedenen Erdkundeheften:
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