Französisch

Straßbourg

Unser Lerngang im Unterrichtsfach Französisch begann um 11.30 Uhr am 14.07.08 mit der Überquerung der französischen Grenze. Auf dem Weg zum Nonnenkloster Mont Ste Odile, welches sich auf einer Bergkette befindet, durchquerten wir viele kleine Dörfer, wie zum Beispiel Obernai, welche in dem typisch elsässischen Architekturstil errichtet worden sind. Angekommen in dem roten Sandsteingebäude des Klosters St. Odilienberg besichtigten wir auf einem Rundgang die Klostergärten und die verschiedenen eindrucksvoll geschmückten Kapellen und Gemäuer des über 130 Jahre alten Klostergebäudes, welches der im Jahre 720 verstorbenen heiligen Odile, geweiht wurde. Nach dem Rundgang besichtigten wir die heilige Quelle unterhalb des Klosters, mit deren Hilfe Ste Odile viele Menschen heilt hat. Nach einem kurzen Spaziergang und einem Picknick an der Heidenmauer, ging es weiter in die europäische Hauptstadt: Strasbourg.

Um halb fünf hatten dann alle ihr Gepäck in den Zimmern des Jugendhotels CIARUS verstaut und waren bereit zum Straßburger Münster zu gehen. Zuerst kamen wir am Place Broglie vorbei, auf dem an diesem Abend eine Parade zum französischen Nationalfeiertag stattfinden sollte. Auf dem Place Broglie wurde am 26. April 1792 erstmals, die von dem jungen Offizier Rouget de Lisle komponierte "Marseillaise", die französische Nationalhymne, gesungen. Auf unserem Weg zum Münster kamen wir an vielen historischen Gebäuden des Stadtviertels La Petite France vorbei, wie zum Beispiel das Maison des Tanneurs (Das Gerberhaus, das im Jahre 1572 erbaut wurde und somit das älteste Haus des Viertels ist. Früher verarbeiteten hier die Gerber Tierhäute zu Leder, heute ist das Maison des Tanneurs ein beliebtes Restaurant.) und später auf dem Münsterplatz das Maison Kammerzell. Von hier aus konnten wir die wichtige, imposante Fassade des im gotischen Baustil errichteten Münsters betrachten. Das 142m hohe Münster wurde ab dem Jahre 1014 erbaut und 1439 mit dem Bau des Nordturms fertigestellt. Wir stiegen die Stufen des Münsters bis zu 66m hohen Aussichtsplattform hinauf. Von dort aus hatte man einen guten Ausblick auf ganz Strasbourg. Neben den alten Fachwerkhäusern der Altstadt bot sich uns auch der Blick auf das moderne Strasbourg mit dem Europaparlament (Parlement européen), das wir hoffentlich in der 10. Klasse besuchen dürfen.

Um etwa 22.30 Uhr, nach unserem gemeinsamen Flammkuchenessen in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Münsters, gingen wir zur Barrage Vauban, um dort das atemberaubende Feuerwerk zur Feier der Fête nationale mitzuerleben. Das Feuerwerk dauerte etwa eine halbe Stunde, welche mit den prächtigen Farben Bleu, Blanc, Rouge und den leuchtenden Farben des Feuerwerks ausgeschmückt war. Danach gingen wir zurück zum Hotel und genossen die Nachtruhe.

Am nächsten Morgen um 9.00 Uhr machten wir einen 2 1/2stündigen von uns Schüler/innen vorbereiteten Stadtrundgang. Wir brachten uns gegenseitig viel über die Geschichte Strasbourgs und die einzelnen Plätze, Gebäude und Denkmäler bei. Zuerst besichtigten wir den Place Kléber, auf dem das Denkmal des französischen Generals Kléber steht. Dort befand sich während der Schreckensherrschaft von 1793-1794 auch die Guillotine. Gegenüber konnte man die Aubette, die ehemalige Hauptwache, besichtigen. Als nächstes gingen wir auf den Place Gutenberg mit dem Denkmal Gutenbergs und der Chambre de Commerce. Vorbei am Musée Historique und am alten Zollhaus, Ancienne Douane, an der Pont du Corbeau, ging es auf den Rabenhof, Cour de Corbeau, der gerade renoviert wird. Von dort ging es zurück zum Münster. Im Münster besichtigten wir die Glasmalereien (12.-14.Jh), die Kanzel, den berühmten Engelspfeiler (1220-1230), die astronomische Uhr und die Silbermannorgel.

Anschließend begann unsere Rallye durch ganz Strasbourg, wobei wir uns sogar Gingkobäume ansehen durften. In sechs Gruppen aufgeteilt lösten wir Aufgaben zum Alltag in Strasbourg und führten einige aufschlussreiche Interviews – natürlich auf französisch – mit Einwohnern und französischsprachigen Touristen.

Unsere letzte Unternehmung war die Fahrt mit der Tram durch Strasbourg bis zur Haltestelle Baggersee, an der unser Reisebus uns schon erwartete. Die Heimfahrt gestaltete sich ruhig, da wir die Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten hatten.

Dominique Gerber, 9a

     
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