Die Geographie oder Erdkunde wird beschrieben als „die Wissenschaft von der Erdoberfläche in ihrer räumlichen Differenzierung, ihrer physischen Beschaffenheit sowie als Raum und Ort des menschlichen Lebens und Handelns“ (Blotevogel). Mit anderen Worten, das Fach befasst sich mit der Erde in all ihren möglichen Erscheinungsformen und Funktionen. Daraus ergibt sich, dass das Fach sehr vielschichtig und interdisziplinär ist, was seine Faszination, aber auch seine Komplexität ausmacht. Geographie ist weit mehr als die sogenannte Topographie, also die Verortung von Ländern, Städten und Flüssen. Nichtsdestotrotz sollen die Schülerinnen und Schüler auch ein topographisches Grundwissen erwerben.
Die Physische Geographie betrachtet die natürlichen Bestandteile und Strukturen der Erdoberfläche, wie Gesteinsstrukturen, das Relief, Bodenbeschaffenheit, Pflanzenwelt, Wasserhaushalt, Atmosphäre und Klima.
Die Humangeographie oder Sozialgeographie auf der anderen Seite beschäftigt sich mit dem Einfluss des Menschen auf den Raum, sein wirtschaftliches Handeln und globale Probleme, die durch eine stets wachsende Weltbevölkerung entstehen.
Die geographische Länderkunde droht zwar in den Bildungsplänen immer mehr an den Rand gedrängt zu werden, bleibt aber dennoch ein wesentlicher Bestandteil der Schulgeographie, denn wer sich nicht auf der Welt auskennt, kann auch schwerlich Erkenntnisse über globale Zusammenhänge erlangen.
Die Geographie bildet durch ihre fächerübergreifende Herangehensweise eine Nahtstelle zwischen den Naturwissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften. Besonders durch ihren Platz im Fächerverbund GWG (Geographie – Wirtschaft – Gemeinschaftskunde) wird dieser Bezug zur Sozialwissenschaft betont. Die Verbindung zur Naturwissenschaft zeigt sich darin, dass im neuen Fach Naturwissenschaft und Technik (NWT) geographische Inhalte, wie z.B. Wetter und Klima, der Gesteinskreislauf und die Untersuchung von Böden als Module gelehrt werden.
Am Königin-Olga-Stift bildet die Geographie einen Teil des bilingualen Fächerkanons, so dass die Inhalte der Klassenstufen 7 und 8 auf Englisch unterrichtet werden. Begriffe wie Tropical Rainforest, Climate and Vegetation Zones, Population und Global Mobility sind daher für die „Bilis“ keine Fremdwörter mehr.
Bei ausreichendem Interesse von Schülerinnen und Schülern besteht am Königin-Olga-Stift die Möglichkeit einen Neigungskurs Erdkunde zu belegen.