Evangelische Religionslehre

Der evangelische  Religionsunterricht versteht sich als Beitrag zu einer ganzheitlichen Bildung des Menschen. Das Fach hilft dabei, unsere christlich geprägte Geschichte und Kultur zu verstehen und bringt bedeutsame menschliche Erfahrungen zur Sprache. Er fördert religiöse Bildung und leistet damit einen eigenständigen Beitrag  zum allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Für den Religionsunterricht gilt in besonderer Weise, was Hartmut von Hentig als Aufgabe der Schule formulierte: „Menschen stärken und Sachen klären“.

 

Die religiöse Bildung hat historische, literarische, ästhetische, kulturelle und ethische Dimensionen und fächerübergreifende Aspekte. Als Schulfach mit Lernkontrollen, Zeugnisnoten, Hausaufgaben und Prüfungsrelevanz dient der evangelische Religionsunterricht einerseits der Wissensvermittlung, andererseits ist er ein Ort für ruhiges Nachdenken; er bietet Raum für Sinnfragen, Gespräche und Orientierung.

 

Der Religionsunterricht im Königin-Olga-Stift ist methodisch vielfältig. Über das unterrichtliche Anliegen hinaus beteiligen wir uns an der Schulentwicklung und tragen durch fächerverbindendes Lernen,  Projekte und Öffnung der Schule zur Profilbildung bei.

 

Wir laden Gesprächspartner in die Schule ein und suchen  auch außerschulische Lernorte auf: Bibelmuseum, ev., kath.und orth. Kirchen, Synagoge, jüdischer Friedhof, Moschee, Hospiz, Vesperkirche, Behinderteneinrichtungen, Besuch bei einer Bestatterin  u.a.

 

Für die ganze Schulgemeinschaft finden regelmäßig Gottesdienste statt; wir dürfen in der schönen Johanneskirche am Feuersee zu Gast sein!

 

Die ökumenische Zusammenarbeit und die Abstimmung mit dem Fach Ethik sind uns wichtig. Auch konfessonell nicht gebundene Schülerinnen und Schüler sind im evangelischen Religionsunterricht willkommen.

 

Wir empfehlen für weiterführende Informationen:

 

http://www.ekd.de/       (Ev. Kirche in Deutschland)

http://www.elk-wue.de/     (Ev. Landeskirche Württemberg)

http://www.eva-stuttgart.de/      (Ev. Gesellschaft, Beratungsstellen)

 

Eine Stadtführung durch Stuttgart – einmal ganz anders.

Herr Schuler von Trott-war nahm einen Religionskurs der Klassenstufe 13 am 13.12.2010 mit auf einem außergewöhnlichen Rundgang zu sozialen Brennpunkten der Innenstadt. Es ging um Armut, Obdachlosigkeit, Alkoholismus und das Schicksal von Menschen in Stuttgart, die auf der Schattenseite stehen.

Herr Schuler, der selber lange obdachlos und alkoholabhängig war, berichtete sehr eindrück­lich von seinen eigenen Erfahrungen und seinem persönlichen Schicksal.

Eine Station waren die Räume von Trott-war und es war für alle Teilnehmenden mehr als nur interessant, von Herrn Schuler Details aus dem Leben eines Trott-war-Verkäufers zu erfahren. Wer mit dabei war wird die Verkäuferinnen und Verkäufer in der Stuttgarter Innenstadt sicher bewusster und mit anderen Augen ansehen.

Bei der Stuttgarter Zeitung online kommt Herr Schuler in einem kleinen Video selber zu Wort, Nr. 67 der "Nahaufnahmen".

 

Tatjana Massa-Hawa

Besuch des „Hospiz Stuttgart“ in der Stafflenbergstraße 22

Teil unseres Unterrichtsthemas „Was ist der Mensch“ ist auch das Thema Sterbehilfe / Sterbebegleitung. In diesem Zusammenhang besuchten wir Schüler und Schülerinnen der J1, zusammen mit unserer Religionslehrerin Frau Merkle, am 09. Dezember 2010 das „Hospiz Stuttgart“ in der Stafflenbergstraße.

Das Hospiz ist in einer Jugendstilvilla im Stuttgarter Osten untergebracht. In dieser Einrichtung werden Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige betreut und versorgt. Die Betreuung und Begleitung erfolgt durch Sozialarbeiter/innen, Krankenschwestern und Pfleger mit langjähriger Berufserfahrung und speziellen Fort- und Weiterbildungen sowie viele ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Das Hospiz Stuttgart steht für die Überzeugung, dass Menschen ihre jeweils eigene Zeit zum Sterben brauchen. Mit lindernden Maßnahmen, vor allem in der Schmerzbekämpfung, werden sie bis zum Tode begleitet, man hilft aber keinesfalls dem Sterben nach.

Der Besuch im „Hospiz Stuttgart“ beeindruckte uns alle. Positiv fanden alle Schüler und Schülerinnen, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen und der Angehörigen im Mittelpunkt der Betreuung und Begleitung stehen und dass man mit einem Teil der finanziellen Spenden Wünsche der „Gäste“ erfüllt. Auch dass bei der Aufnahme der Betroffenen die soziale Schicht und die Religionszugehörigkeit keine Rolle spielen, fanden alle von uns gut. Das Hospiz machte auf uns einen warmen, freundlichen Eindruck mit viel Liebe zum Detail: Bilder, Kerzen, warmes Licht, Musik. Das Haus öffnet sich Besuchern von außen und macht regelmäßig auch Schülergruppen mit der Einrichtung vertraut. Diese Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig; wir allerdings fragen uns, ob wir uns als Betroffene dabei nicht ein wenig wie „Tiere im Zoo“ vorkommen würden? Dies ist wohl die Sichtweise von außen – die Bewohner haben manchmal auch gern etwas Leben um sich; bei Bedarf werden Türen diskret geschlossen. Der „Raum des Abschieds“, wo sich Familien und Hospizmitarbeiter von den Verstorbenen verabschieden, befindet sich im Keller – höchste Zeit, dass die Suche nach einem neuen Domizil, das dann auch ein Kinderhospiz beherbergen kann, erfolgreich ist.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass uns allen der Besuch des Hospizes gut gefallen hat, da wir uns bisher nicht genau vorstellen konnten, wie ein Hospiz aussieht bzw. wie ein Hospiz arbeitet. Ein Teil von uns könnte sich nach diesem Besuch durchaus vorstellen, im Hospiz zu sterben. Allerdings würden die meisten von uns am liebsten in der vertrauten Umgebung zu Hause sterben. Das Haus in der Stafflenbergstraße hat nur 7 Betten, sodass den allermeisten Sterbenden durch ambulante Dienste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade dieser Wunsch erfüllt werden kann.
Anja Korte

Viele weitere Informationen findet man auf der sehr guten Homepage:

www.hospiz-stuttgart.de

 

Besuch im Bibelmuseum

Die evangelischen Schüler der Klassen 5a und 5b waren am 18. Dezember 2009 gemeinsam unterwegs. Bei eiskaltem Winterwetter führte die Exkursion im Fach Religion uns in das Bibelmuseum in Möhringen. Dort entdeckten wir vieles, was wir aus dem Unterricht kannten. Aber auch manch Überraschendes war dabei: In einem Zelt aus Ziegenwolle sitzend hörten wir Geschichten aus der Bibel. Passend dazu liefen Geräusche der Wüste vom Band und auch die Gerüche von Weihrauch und Myrrhe, die vorkamen, durften wir testen. Erzählpuppen im Kreis halfen uns, uns die Personen vorstellen zu können. Nach dem anschließenden Gang durch die Ausstellung wurden dann noch die
Muskeln beansprucht. Jeder durfte an einer alten Druckerpresse sich eine Seite aus der Lutherbibel selbst drucken. Nach der interessanten Führung durch das vielseitige Museum bedauern wir sehr, dass dieses seit Januar 2010 geschlossen ist. Geplant ist eine Wiedereröffnung in der Innenstadt. Hoffentlich gelingt der Umzug bald, so dass die nächsten Jahrgänge auch in den Genuss kommen, das Bibelmuseum besichtigen zu können.
Eva Scheffczyk und Tatjana Massa-Hawa

Ausflug zur katholischen St. Elisabeth Kirche

Innerhalb des Unterrichtsthemas "Kirche" unternahmen wir, der Religionskurs Jahrgang 13 von Frau Scheffczyk, einen Ausflug zurkatholischen St. Elisabeth Kirche am Bismarckplatz. Ziel unseres Ausflugs war es, unser Wissen über Baustile anzuwenden und die Unterschiede zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche am Beispiel eines Kirchengebäudes zu erkunden. Vor Ort fanden sich schnelleinige Unterschiede, wie z.B. im Eingangsbereich das Weihwasserbeckenund der Beichtstuhl, welche man nur in der katholischen Kirchen findet. Für uns neu waren auch der Kreuzweg, der Tabernakel, das ewige Licht. Außerdem wurden wir auf die unterschiedlichen Öffnungszeiten aufmerksam. Während eine evangelische Kirche meist nur zu Gottesdiensten geöffnetist, kann man fast zu jeder Zeit in katholische Kirchen gehen. Auf demWeg zurück zur Schule waren wir uns einig, dass Religionsunterrichtmanchmal ganz schön praktisch sein kann. Christian Cantz, Jahrgang 13

     
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