Am 25.03.2009 lernen die Teilnehmer des bilingualen Biologiekurses der Klassenstufe 12 in einem molekulargenetischen Praktikum, wie man Bakterien transformiert. Derartige Versuche sind nur in Schulen mit einem S1-Labor erlaubt, weshalb wir für dieses Praktikum das Wirtemberg-Gymnasium in Untertürkheim aufsuchen.
Wissenschaftlern ist es gelungen, das Leuchtgen der Qualle Aequora aequora in sogenannte Vektoren - Plasmide - einzubauen. Diese gilt es nun in harmlose Darmbakterien einzuschleusen. Dazu müssen die Bakterien "gestresst" werden, z.B. mit Kälte- und Hitzeschocks.
Bei jedem einzelnen Arbeitsschritt muss steril gearbeitet werden. Das ist theoretisch klar. Was es aber praktisch heißt, erfahren wir bei der Übertragung der Plasmide in die Bakterienkulturen und der Beimpfung von Agarnährböden.
Außerdem müssen die Bakterien mit bestimmten Nährstoffen versorgt werden, damit sie das aufgenommene Gen auch exprimieren, d.h. das Protein herstellen, das unter bestimmten Umständen - UV-Bestrahlung - leuchtet.
Werden die Bakterien leuchten? Um das zu erfahren, müssen sie noch einige Tage in einem Wärmeschrank bebrütet werden.